Was treibt uns an? Worauf wollen wir, wenn unser Leben sich dem Ende neigt, zurückblicken? Was würden wir tun, wenn niemand zusehen, uns bewerten würde? Was macht uns Freude? Was hat unsere Augen zum Leuchten gebracht, bevor wir in die Schule kamen? Sind wir, zumindest ab und an, zufrieden mit der Art, wie wir leben? Und falls nicht, was hindert uns, das zu ändern?
Vermutlich sind diese Fragen unangenehm, leuchten sie doch an Stellen, die wir gerne im Dunkeln lassen. Geben die Antworten doch Hinweise darauf, wie wir „eigentlich“ (wieder dieses Wort) leben wollten, sollten. Wie es sein müsste…
Das Gefühl, was sich vielleicht einstellt, wenn uns bewusst wird, dass unsere Werte, Überzeugungen und Handlungen in Widerspruch zueinander oder zu neuen Informationen stehen, nannte Leon Festinger „Dissonanz“(Miller et al., 2017). Sehr unangenehm, dass wollen wir nicht fühlen. Und so haben wir Verhaltensweisen entwickelt, wie wir damit umgehen können. Dissonanzreduktion, also unser Bemühen, den inneren Spannungszustand zu reduzieren, kann sich auf unterschiedliche Weise zeigen. Wir neigen zum Beispiel zur Aufwertung konsonanter (passender) und Abwertung dissonanter (unpassender) Informationen. Was passt zu unserem Weltbild, was nicht? Zeigt sich Übereinstimmung, werden Informationen beachtet und intergriert. Passen diese nicht, neigen wir zur Abwertung der Quelle oder schenken dem Widersprüchlichen weniger Zeit und Ressourcen, spielen diese herunter.
Vollkommen natürliche und wichtige Vorgänge, ohne wären wir vermutlich nicht lebensfähig. Dissonanzreduktion dient dem Schutz unseres Selbstbildes, befriedigt unsere Bedürfnisse nach Sicherheit und Vorhersagbarkeit. Wir wollen glauben, dass wir gut und richtig handeln. Und vielleicht gerade deswegen macht uns unser Streben nach Dissonanzreduktion so anfällig für Manipulation…
Wirklich? Ich denke ja. Werfen wir einen Blick in unsere aktuelle gesellschaftliche und politische Situation: Viele spüren, dass etwas in Bewegung gerät. Und zwar in eine Richtung, die nicht gefällt, den globalen Herausforderungen nicht adäquat begegnet. Die wahren Probleme ungelöst lässt, diese gar verstärkt. Schlicht falsch ist. Und dennoch funktionieren wir weiter, spielen das Spiel mit. Spüren zwar den Widerspruch, lassen uns aber darauf ein, weil die präsentierten Lösungen auf den ersten Blick als alternativlos erscheinen. So neigen wir vielleicht dazu, Kritik nicht laut werden zu lassen. Passen uns weiter an. Denn was wäre die Alternative? Protestieren? Aus dem Hamsterrad des immer weiter, immer schneller, immer produktiver, auszusteigen? Sicher wäre das ein konstruktiver Weg, der auch der Dissonanzreduktion dient (Verhaltensänderung), allerdings ist dieser steinig und mit Unsicherheit verbunden, und die mag unser Gehirn so gar nicht. Also übernehmen wir Narrative, passen uns dem gesellschaftlichen Konsens an (Aufwertung konsonanter Information). Reden uns selber ein, dass es so richtig ist. Protestieren vielleicht im Stillen, wahren aber die Contenance. Negieren und verdrängen (Abwertung dissonanter Information) unsere Wünsche und Sehnsüchte, die wir vielleicht schon seit Jahren nicht mehr richtig spüren. Nach Verbindung, Wirksamkeit, Freude, Zugehörigkeit, Liebe, wahrgenommen und wertgeschätzt werden. Die Liste ließe sich fortsetzen. Wir legen uns Erklärungen zurecht. Weil die Welt nun mal so sei. Wo kämen wir denn da hin, wenn wir alle… man müsse leisten, die eigenen Freiräume verdienen, sonst funktioniere die Leistungsgesellschaft nicht.
Die Leistungsgesellschaft. Was soll das sein? Das große Ungetüm. Wird gerne angeführt, um den Sozialstaat weiter auf Kosten der Schwächsten aushöhlen zu können. Von Jenen, die nicht von den massiven Einschnitten betroffen sind. Don´t look up. Schaut nach unten, oben gibt es nichts zu sehen. Bekämpft euch gegenseitig, tretet nach unten, wir machen derweil weiter, wie gehabt. Reiten das Pferd, bis die Knochen zu Staub zerfallen sind. Und hinterfragen das gesellschaftliche Betriebssystem nicht: Kapitalistische Strukturen.
Dabei ist die Kritik, auch aus der Psychologie, laut. Nur: wir nehmen es kaum wahr. Dissonante Information, lass mich mein Leben einfach so lange weiterleben, wie es geht. Ich will das nicht wissen. Noch geht es ja…
Der Psychologe Karim Bettache (2026) beschreibt in seinem Artikel „The crisis we are not naming: The psychology of capitalism“ eindrucksvoll, wohin uns unsere gegenwärtige Gesellschaftsordnung zusteuern lässt. Laut Bettache ist Kapitalismus das Betriebssystem, dass unser Erleben, die Art wie wir Zusammenleben, steuert und erschafft, bewertet. Ein kultureller Mechanismus. Aber auch ein System, dass sich unsichtbar macht, oft nicht mitgedacht wird, auch in der Psychologie, gerade wenn es um die Genese psychischer Erkrankungen geht. Eine Struktur, die Verantwortlichkeit verschleiert und dementsprechend schwer zu kritisieren ist. Alternativen Formen des Wirtschaftens undenkbar macht. Vielleicht als Analogie: Der Fisch im Glas, der seinen natürlichen Lebensraum nie gesehen hat.
Bettache benennt 3 kapitalistische „Syndrome“, die uns wir ausgebildet haben, um unseren Selbstwert in individualistischen, kapitalitischen Systemen zu erzeugen. Glaubenssätze, Werte und Verhaltensweisen, die uns eine Richtung vorgeben sollen:
Gain primacy syndrome
Das Primat von Gewinn und Profit. Bereits in der Schule werden wir auf ein System des Wettbewerbs vorbereitet. Im späteren Leben lernen wir, uns als „Marke“ zu verkaufen, uns ständig im Sinne der Gewinnmaximierung zu optimieren. Wir legen uns eine „unternehmerische Identität“ zu. Laufen Trends hinterher, von denen wir glauben, dass sie unseren „Marktwert“ steigern. Der Mensch als Produkt. Das Problem dabei: Wir neigen dazu, diese kognitiven Scripte, die wir im beruflichen Alltag anwenden, zunehmend auch auch zwischenmenschliche Beziehungen zu übertragen. Was bringt mir eine Freundschaft, eine Partnerschaft, eine Familie? Komme ich damit meinen Lebenszielen näher? Welchen Gewinn, welchen Mehrwert habe ich davon? Kapitalismus steuert hierbei durch kulturelle Schemata, was kognitiv verfügbar und sozial belohnt wird. Unser Selbstwert wird mit Produktivität und ökonomischem Nutzen verknüpft. Es entsteht ein ständiger Optimierungsdruck. In der Folge nehmen Stress, Angst und Depressionen zu.
Zero-sum rivalry syndrome
Das Nullsummenspiel des Wettbewerbs. Wir beobachten ständig den Markt, an welchen Stellen Optimierungspotenzial besteht, setzen unsere Leistung zu denen anderer in Relation. Spätestens mit Beginn der Schule beginnen für uns Vergleiche mit Mitschülern, über Benotungssysteme und Wettbewerbe. Das Problem dabei: Der ständige Vergleich führt zur Erosion von sozialen Beziehungen. Bindung ist aber ein zentrales menschliches Bedürfnis und für unsere mentale Gesundheit von elementarer Bedeutung. In „marktorientierten“ Systemen neigen Menschen eher dazu, den Erfolg anderer als bedrohlich wahrzunehmen, was wiederum gegenseitige Unterstützung und Empathie erodieren lässt. Auch hier sind die Folgen evident: Zunehmende psychische Erkrankungen, aber auch geringere Beziehungsqualität und niedrigeres Wohlbefinden.
Ich mag die Bezeichnung „zero-sum rivalry“. Zeigt sich so doch mit einfachsten Worten, dass Wettbewerb in Summe keinerlei Gewinner hervorbringt. Beide Seiten strengen sich an, es kann aber per Definition nie genug sein. Der Konkurrent ist weiter? Ich ziehe nach, überhole. Vice versa. Ein „Perpetuum mobile“. Sicherlich ein Faktor, der dazu führt, dass viele sich im Vergleich zu anderen stets als unzureichend, als nie gut genug wahrnehmen.
Ownership syndrome
Das Besitzsyndrom. Hierbei wird Besitz zentraler Bestandteil der eigenen Identität. Erinnerungen an Besitztümer sind leichter zugänglich, eine Haben-Orientierung wird Teil des Selbstwerts. Erfolg wird über (zukünftigen) Besitz definiert, Lebensziele werden mit materiellen Errungenschaften verknüpft. Die möglichen Folgen sind auch hier gut dokumentiert: Geringerer Selbstwert, mehr Angst und depressive Symptome. Substanzmissbrauch, geringere Lebenszufriedenheit. Die Fokussierung auf Konsum hat auch Auswirkungen auf soziale Beziehungen. So zeigen sich Menschen weniger kooperativ, haben weniger Vertrauen in Mitmenschen und zeigen weniger unterstützendes Verhalten.
Der Psychoanalytiker und Philosoph Erich Fromm (1976) nannte es die Haben-Orientierung. Vor 50 Jahren. Heute sind seine Thesen aktueller den je, die Folgen unserer Besitzorientierung, sofern wir hinsehen wollen, deutlich sichtbar. Wir sperren uns in unser eigenes Gefängnis, betrachten uns und unsere Mitmenschen durch die Brille der Verwertbarkeit, des Nutzens, des Besitzes. Vergleichen und werten uns ständig, anstatt uns selbst und unsere eigene Entwicklung in den Fokus zu rücken. Vergessen darüber, wer wir sind. Was uns als Menschen ausmacht. Was wir brauchen, was unsere grundlegenden Bedürfnisse sind. Was wir loslassen dürfen und sollten. Hin zu einer Existenzweise frei von einer Akkumulation von Besitz (laut Fromm das „Sein“). Weg von zu viel Konsum, der letztlich nur betäuben soll, uns die dysfunktionalen, zerstörerischen Strukturen erträglicher erscheinen lässt.
Im Studium habe ich zur Zeit das Privileg, Gastvorlesungen aus Namibia sehen und hören zu dürfen. Thema sind u. A. gesundheitspsychologische Fragestellungen, wie z. B. Krankheit in Afrika kognitiv repräsentiert wird. Welche Folgen sich daraus für die Menschen vor Ort ergeben. Der Dozent nimmt dabei explizit Mechanismen in den Fokus, die auch Bettache beschreibt: Wettbewerb und der Vergleich von Besitztümern, führe zu mehr Stress, Angst und Depression, gerade in Afrika sei dies in den letzten Dekaden zu beobachten.
Wann ist denn genug? Wann reicht es? Haben wir unsere eigenen Lebenspläne, unsere Bedürfnisse so weit aus den Augen verloren, dass wir gar nicht merken, dass wir längst über das Ziel hinausgeschossen sind? Letztlich kann es ein immer weiter, schneller, besser, effektiver, usw. doch gar nicht geben. Wir stoßen längst an Grenzen oder haben diese bereits überschritten. Merken es nicht oder blenden es aus.
Unser System hat Grenzen. Das eigene, der Körper, die Psyche. Unser Planet ebenso, die wir seit Dekaden überschreiten. Ausbeutung planetarer Ressourcen, von Menschen innerhalb und außerhalb der „westlichen“ Welt. Der Wettbewerb treibt uns über das Nullsummenspiel in immer verrückter wirkende Sphären. Die unreflektierte Nutzung und Ausbreitung von KI ist für mich ein erneutes Zeichen, das wir es immer noch nicht verstanden haben. Wann ziehen wir die Reißleine? Hans Joachim Schellnhuber, der Gründer des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), sagte in Bezug auf unsere unzureichenden Maßnahmen in Bezug auf die menschengemachten Klimaveränderungen:
Ich sage Ihnen, dass wir unsere Kinder in einen globalen Schulbus hineinschieben, der mit 98 % Wahrscheinlichkeit tödlich verunglückt
Ihren Ursprung haben unsere fehlenden Bemühungen u. A. in unserer Art zu wirtschaften. In den Strukturen, die wir zu wenig hinterfragen. Die eben nicht alternativlos sind, weil wir sie selbst erschaffen haben. In der gefühlten Notwenigkeit von Wachstum und Wettbewerb. Es ist Zeit für Veränderung. Für uns, unsere Kinder. Unsere Mitmenschen. Auch gegen die Profiteure des status quo, die gerade massiv in den Abbau des gesellschaftlichen Zusammenhalts „investieren“ und damit vermehrt Menschen in prekäre wirtschaftliche wie soziale Umstände treiben.
Also: Schauen wir uns nochmal die Fragen zu Beginn des Beitrags an. Und vielleicht überlegen wir uns, ob es nicht Zeit ist, uns ein Stück weit von kapitalistischen Glaubenssätzen, Mustern und Werten zu lösen.
PS:
Ein Zitat mit Bezug zum „ownership syndrome“ möchte ich noch teilen. In der aktuellen Diskussion um Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen geht eine Meldung ziemlich unter: Und zwar versucht die Regierung aus CDU/CSU und SPD gerade über einen Änderungsantrag, die Mindestvergütung für Psychotherapie-Sitzungen zu kippen. Dies würde vermutlich den Beginn des Endes psychotherapeutischer Versorgung für Kassenpatienten bedeuten. Freitag (10.07.26) soll der Antrag eingebracht werden. Die Folgen für Betroffene, sollte der Antrag durchkommen, möchte ich mir gar nicht ausdenken. Der Psychotherapieverbund fragt dazu in einem offenen Brief dazu:
Wohin wollen Sie zurück?
(…)
Zurück in eine Welt, in der psychisches Leid mit billiger Ablenkung durch Konsumprodukte beantwortet wird?
Konsum als Betäubung. „Brot und Spiele“ hieß es bei den Römern. Mit den Menschen, die sich nicht oder kaum wehren können, kann man es ja machen. in meinen Augen Machtmissbrauch, von ganz oben, unseren demokratischen Vertretern. Die sind schließlich nicht betroffen, da wohl kaum jemand aus dieser Gruppe gesetzlich krankenversichert sein dürfte. Es ist erbärmlich. Ob die Ablenkung für Erkrankte funktionieren wird? Ich möchte es bezweifeln.
Anbei der Link zum offenen Brief, den ihr alle unterschreiben könnt. Wenn ihr die Möglichkeit habt, unterzeichnet bitte. Die Zeit ist knapp.
PPS (etwas länger):
Vermutlich wiederhole ich mich in meinen Beiträgen, behandeln sie doch ähnliche, teils identische Inhalte. Ich komme immer wieder auf gewisse Themen zurück, betrachtet nur aus leicht unterschiedlichen Perspektiven. Ich bin mir, wie ihr gerade lest, sehr bewusst. Ich erlebe die Welt im Moment als erschreckend kalt und teilnahmslos in Anbetracht der riesigen Herausforderungen, die vor uns liegen. Kollektive Verdrängung. Dissonanzreduktion, wie ich oben schrieb. Und wenn ich mich da wie eine Schallplatte mit Sprung anhöre, nehme ich das gerne in Kauf.
Wie sollen wir, unsere Kinder und Enkel, auf diesem Planeten noch zurechtkommen, wenn wir die Lebensgrundlage in atemberaubenden Tempo zerstören? Und nicht nur das: Das Abdriften vieler Staaten in rechte, autoritäre Strukturen verhindert jedwede konstruktive, der Realität angemessene Lösung. Das Hauptproblem liegt für mich ganz klar bei den Menschen „in charge“. In Politik, Konzernen und anderswo. Die, die Macht haben und Verantwortung tragen (sollten) und diese nicht in ausreichendem Maße wahrnehmen, mehr noch, deren Gier, Machtstreben und vermutlich auch Dummheit mit dazu beitragen, dass sich vieles in die falsche Richtung bewegt.
Die Zahl derer, die unter zukünftigen klimatischen und gesellschaftlichen Bedingungen noch gut zurechtkommen wird, wird dramatisch kleiner werden. Dafür sorgt zusätzlich eine Verteilung von Kapital und Ressourcen von unten nach oben. Möglichkeiten der Anpassung werden nur die Reichsten haben. Je ärmer die Menschen, desto schwieriger wird es werden, unter Hitzewellen überhaupt zu überleben (ganz aktuell und nah: die erschreckende Zahl der Hitzetoten in Köln während der letzten Hitzewelle). Gerade auch für Menschen des globalen Südens wird es eng, Teile des Globus werden unbewohnbar werden. Das ist kein apokalyptisches Szenario, die Daten und Prognosen liegen vor. Seit Mitte der 70er Jahre. Und selbst diese „alten“ Vorhersagen haben sich bis hierher als erschreckend genau herausgestellt.
Also ja. Es mag nerven, niemand möchte immer mit der Nase auf das gestoßen werden, was man nicht hören und sehen will. Das macht es aber nicht besser. Für niemand. Manch eine(r) flüchtet sich, wie zu Zeiten von Corona, lieber in Verschwörungserzählungen. Oder in die Abwertung der Überbringer der ungewollten Nachrichten. Wieder diese Dissonanzreduktion. Sehr Schade.
Die einzige nachhaltige und tragfähige Lösung ist, sich den Problemen zu stellen. Verhalten zu ändern. Verantwortung, auch als Individuum, sofern möglich zu übernehmen. Ursachen zu beseitigen, auch wenn das eine massive Anpassung unserer westlichen Lebensweise mit einschließt. Kapitalistische und patriarchale Strukturen sind für mich integraler Bestandteil des Problems. So kann und darf es nicht weitergehen.
Literatur
Bettache, K. (2026). The crisis we are not naming: The psychology of capitalism. British Journal of Social Psychology, 65(1). https://doi.org/10.1111/bjso.70044
Fromm, E. (1976). Haben oder Sein. Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft. dtv.
Miller, M. K., Clark, J. D., & Jehle, A. (2017). Cognitive Dissonance Theory (Festinger). In G. Ritzer (Hrsg.), The Blackwell Encyclopedia of Sociology (1. Aufl., S. 1–4). Wiley. https://doi.org/10.1002/9781405165518.wbeosc058.pub2
